NORLYZ
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Kraftvoll und unaufhaltsam, dann wieder fragil und beinahe schwebend, immer in Bewegung. Älven nennen NORLYZ ihren neuen Klangkosmos – ein schwedisches Wort für den Fluss und zugleich ein Bild für eine Musik, die Orte, Stimmungen und Einflüsse aufnimmt, verändert und weiterträgt. Jazz, Techno und Global Sounds fließen hier ineinander, gespeist von den unterschiedlichen musikalischen Wegen der vier Musiker. NORLYZ verbinden die Energie eines Club-Sets mit der Unvorhersehbarkeit eines Live-Ensembles – Musik, in die man eintauchen, der man aber ebenso einfach folgen und sich von ihr in Bewegung setzen lassen kann
„Älven“ ist die konsequente Weiterentwicklung dessen, was NORLYZ seit ihrer Gründung umtreibt – die Grenze zwischen akustisch und elektronisch nicht zu verwischen, sondern zum Klingen zu bringen. Das
Album entstand direkt aus dem Zusammenspiel des Quartetts und schöpft aus den Erfahrungen von vier Jahren gemeinsamer Live-Musik. Die Bläserstimmen von Philipp Püschel und Lasse Golz bewegen sich zwischen messerscharfer Präzision und hauchiger Verspieltheit, während Gábor Hartyánis Cello mit feinen Linien, fließenden Pizzicato-Grooves und seinem rau schillernden Ton eigene Bögen in den Klang zeichnet. Paul David Heckhausens Synthesizer, Handpan und Percussion verbinden diese akustischen Stimmen mit analogen elektronischen Klangräumen und präzise gesetztem Sounddesign. Heckhausens feinfühliger,
detailreicher Produktionsstil gibt diesem Zusammenspiel Tiefe und Weite und lässt Räume entstehen, die sich ebenso unvermittelt öffnen wie wieder verdichten können. Jazz-Improvisation trifft auf die tighte
Präzision technoider Strukturen. Im Vergleich zum Debüt First Dawn On Planet B. ist Älven dunkler, verspielter, jazziger und organischer geworden, ohne seinen technoiden Sog zu verlieren. Kein DJ-Set mit
Bläsersatz, keine Jazzband mit Beat-Beilage – NORLYZ bauen sich ihr eigenes Ufer.
In ständiger Bewegung oszilliert „Älven“ zwischen Intimität und Weite, Melancholie und Energie. Jedes der zehn Stücke entwickelt seinen eigenen Horizont und lässt zugleich Platz für die Bilder und Erinnerungen der Hörenden. Mal öffnen sich dunkle, schwebende Klangräume, mal treiben tiefe Sequenzen und pulsierende Grooves die Musik voran. In „Écho“ legt sich die Stimme der schweizerisch-marokkanischen Sängerin
Malika Alaoui wie Nebel über die Klangfläche, während die iranische Musikerin Elshan Ghasimi in „Schāhnāme“ einen Auszug aus dem persischen Epos rezitiert. Ein Moment, in dem die epische und mystische
Weite des Albums besonders unmittelbar hörbar wird. So entsteht weniger eine lineare Erzählung als eine Folge eigener Szenerien, die Raum für die Vorstellungskraft der Hörenden lassen.
Diese Bewegung führt auch über die Musik hinaus. NORLYZ verstehen ihre Konzerte als Gesamterlebnis aus Klang, Licht und Dramaturgie – einen zusammenhängenden Bogen vom ersten fragilen Ton bis zum letzten großen Moment. Seit ihrer Gründung 2022 hat die Band diesen eigenen Weg auf Fusion, Elbjazz, Detect Classic und 3000Grad, bei internationalen Festivals in Zypern und Luxemburg sowie im
Festspielhaus Baden-Baden, Sisyphos Berlin und Knust Hamburg weiterentwickelt. Mit „Älven“ öffnen sie ihr Flussbett weiter: hin zu hybriden Spielstätten zwischen Philharmonie und Feld, zwischen Konzert und Rausch – dahin, wo unterschiedliche Strömungen aufeinandertreffen und gemeinsam zu etwas Größerem werden.
Das Album erscheint am 23. Oktober 2026 auf NORLYZ Music als CD und digital,
die Doppelvinyl folgt am 6. November 2026.