MOTHER
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Über
MOTHER ist Ausdruck der Auseinandersetzung der deutsch-griechischen Bassistin Athina Kontou mit der Musikkultur ihrer griechischen Heimat. Mit diesem Ensemble bearbeitet sie Lieder und Tänze aus der griechischen Musikkultur und stellt sich die Frage, wie ihre Identität als Jazz-Musikerin und ihre griechischen Wurzeln zusammenhängen.
Der Name MOTHER verweist dabei auf ihre Herkunft als Tochter griechischer Eltern und auf die emotionale Bindung an die Kulturgüter der Elterngeneration. Gleichzeitig ist der englische Titel ein bewusster Verweis auf die musikalische Sozialisation der Band als Jazz- und Improvisationsmusiker:innen. In dieser Spannung zwischen Migrationserfahrung, familiärer Beziehungsebene und transkultureller Musiksprache verhandelt das Ensemble die Frage nach familiärer Herkunft und musikalischer Identität.
Die traditionellen Musiken reichern sie durch zeitgenössische Klangwelten an und kreieren eine Atmosphäre, die intuitiv verständlich ist und sehr persönlich. So wird der in Name und Konzept angelegte Dialog zwischen Herkunft und Gegenwart unmittelbar hörbar. Das Repertoire von MOTHER umfasst Bearbeitungen von Musikstücken verschiedener Stilrichtungen und Herkunftsländer: traditionelle Tänze, Rembetiko und Eigenkompositionen, die eine Weiterführung der bisherigen Arbeit darstellen.
Athina Kontous Schaffen liegt die Suche nach dem Verbindenden aus den verschiedenen Kulturen zugrunde, eine Grenzgängerin zwischen den Musiken, tief begründet in Tradition und persönlicher Erfahrung und zugleich nach neuem Ausdruck strebend. Mit Luise Volkmann, Dominik Mahnig und Julius Windisch bildet sie einen lebendigen, farbenreichen Klangkörper, mit dem durch die Intensität ihres Zusammenspiels und die Sensibilität der Arrangements ein organisches, eigenständiges künstlerisches Produkt einer kulturellen Auseinandersetzung entstanden ist. Das Debüt von MOTHER – „Tzivaeri“ – ist bei nWog-Records erschienen und wurde für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik und den Deutschen Jazzpreis nominiert.
Im November 2026 erscheint das zweite Album des Quartetts.
Presse
“Eine musikalische Brücke zwischen den Kulturen”
– Georg Waßmuth, SWR Kultur
“Athina Kontou ist mit ihrer phänomenalen Band ein sehr stimmungsvolles Debütalbum mit einem ganz besonderen Blickwinkel gelungen”
– Angela Ballhorn, Jazzthetik
“Die Kölner Bassistin Athina Kontou, Tochter griechischer Eltern, erneuert nun die Balkan-Jazz-Synthese mit einem Album, das der Startpunkt einer eigenen Jazzsprache werden könnte”
– Hans-Jürgen Schaal, Fidelity
“Tzivaeri ist ein gelungenes Debut, das mit Emphase und doch abgeklärt zwischen den Welten wandert”
– Deutschlandfunk Kultur