China Moses

„Ein starkes, künstlerisches Statement. Sehr gelungen.“ 
– JAZZPODIUM

„Im Gegensatz zu den Vorgängeralben, die noch an bedeutende Jazz- und Bluessängerinnen angelehnt waren, wartet “Nightintales” […] mit eigenen Stücken auf. Auch insofern symbolisiert es weitere Emanzipation und steht als solche für eine Generation, die sich nicht mehr allein auf Jazz oder andere singuläre Genres beruft, sondern vieles parallel rezipiert, die das Genreübergreifende, die John Coltrane ebenso in der DNA hat wie HipHop à la Public Enemy.“
– BADISCHE ZEITUNG

Eine Nacht weiß viel zu erzählen, heißt es. China Moses ist die Erzählerin der Nacht, ihr neues Album „Nightintales“ ein faszinierender Trip durch nächtliche Geschichten. Mit warmer, erstaunlich wandelbarer Altstimme lässt sie Figuren und Orte im Kopf des Zuhörers Gestalt annehmen, formt Bilder und Stimmungen. Elf ausdrucksstarke Songs, die vom Rausch der Liebe („Hang Over“) und ihrem bitteren Ende („Whatever“) erzählen, von Lastern („Nicotine“) und Leidenschaften („Put It On The Line“), von Aufbruch und Mut („Running“). Ein funkelndes Kaleidoskop, bei dem Jazz, Soul, R&B, Blues und Pop zu einem vielseitigen Ganzen verschmelzen. Bekannt wurde China Moses 2008 mit dem Album “This One’s For Dinah”, einer Hommage an die legendäre Dinah Washington. Als Jazz- und Soul-Diva mit eigenem Stil, braucht sie sich heute längst nicht mehr hinter ihrem Idol zu verstecken. Ihr neues Album „Nightintales“ besteht erstmalig komplett aus Eigenkompositionen. Chapeau! Ein facettenreiches Juwel, mit dem man gerne mehr als eine Nacht verbringt.

„Nightintales“ – Geschichten aus 1001 Nacht? Nicht ganz. Gerade mal fünf Tage (vor allem Nächte!) brauchten China Moses und der britische R&B- und HipHop-Produzent Anthony Marshall für die neuen Songs. Aber sie liefern Stoff für tausendundeinen Hörgenuss. Großartiges Songwriting, beseelt, geheimnisvoll, fesselnd. Diese nächtlichen Erzählungen fesseln mit ihren nachdenklichen Momenten, wie  „Breaking Point“, „Ticking Boxes“, „Whatever“ oder dem melancholischen „Lobby Call“ ebenso wie mit ihren lustigen, beinah slapstickhaften Geschichten, etwa in „Hang Over“, das die Trunkenheit der Liebe veranschaulicht. Großes Kopfkino dank der herausragenden Stimme von China Moses! Musikalisch vielseitig und spannungsreich umgesetzt in einem prickelnden Cocktail aus deepem Soul, treibenden Blaxploitation-Zitaten, Lounge-Jazz und groovendem R&B, abgerundet mit einer gesunden Prise Pop.  Die Songs sind vital und ruhen doch in sich selbst. Sie klingen ausgereift, verströmen Leidenschaft, Hingabe und Entschlossenheit. „Vieles an diesem Album entstand aus dem Moment heraus“, erklärt China Moses: „Deshalb klingt es so frisch. Wir wollten zeitlose Musik machen, etwas, das man in vielen Jahren noch hören kann. Es sollte so live wie möglich klingen und doch so verdichtet, wie in den alten Jazzsongs. Die waren auch meist nur zwei, drei Minuten lang. Unser Album dauert gerade mal 50 Minuten. Aber da ist alles drin. Die langen Versionen gibt es dann im Konzert.“ Unterstützt von einer starken Band aus London, mit Luigi Grasso an Alt- und Baritonsaxofon, Pianist Joe Armon Jones, Luke Wynter am Bass sowie Marijus Aleksa am Schlagzeug. Sie bilden ein Fundament, auf das China Moses bauen kann. Eine echte Soul Diva mit unverwechselbarem musikalischem Charakter und purer Energie in der Stimme. Auf der Bühne hat sich die mitreißende Entertainerin längst als feste Größe renommierter Jazzfestivals etabliert. Mit der neuen Platte im Gepäck dürften weitere Termine und neue Fans dazukommen. Auf die anstehende Tour zu „Nightintales“ im Frühjahr 2017 darf man sich jetzt schon freuen.

Wer aber ist eigentlich die Frau mit dem geheimnisvollen Namen China Moses? Sie ist die Tochter der Jazzsängerin und mehrfachen Grammy-Preisträgerin Dee Dee Bridgewater. Ihr Vater war der legendäre Theater-, Film- und Fernsehregisseur Gilbert Moses. Der Apfel fällt also nicht weit vom Stamm. Musik spielte früh eine zentrale Rolle in ihrem Leben. Ebenso die Schauspielerei, wie ihre Konzerte beweisen. Ihre ersten Schritte als Sängerin wagte China Moses bereits als Teenager (sehenswert der Video-Clip ihrer ersten Single „Time“ (1996) bei YouTube!). 1997 veröffentlichte sie ihr Debüt „China“, unter anderem mit einem Gastauftritt der HipHop-Legende GURU. Sie etablierte sich mit zwei weiteren Alben sowie zahlreichen Features als gefragte Vokalistin in der aufstrebenden R&B-Szene ihrer Wahlheimat Paris. Außerdem arbeitete sie als Moderatorin für MTV France. Der internationale Durchbruch kam 2008 mit dem Jazz-Album „This One’s For Dinah“ (2008), einer Liebeserklärung an ihr musikalisches Idol Dinah Washington, eine Zusammenarbeit mit dem französischen Pianisten Raphaël Lemonnier. 2012 folgte mit dem „Crazy Blues“, eine weitere Auswahl von Jazz, Blues und Pop-Hits. Plötzlich galt China Moses als Sängerin von Jazz- und Blues Standards. Mit „Nightintales“ beweist sie, dass sie mehr kann. Erstmals tritt sie mit eigenen Songs ins Rampenlicht. Genervt von Plattenfirmen und Produzenten und festgelegt auf Musik, die nicht das war, was sie wollte, zeigt China Moses mit  „Nightintales“ erstmals, wie sie wirklich ist. In Zeiten allgemeiner Umbrüche bezieht diese Powerfrau ihren Standpunkt.

„Beim rhythmisch ruppigen Rythm’n’Blues-Song „Disconnected“ hatte sie das Publikum auf ihrer Seite. Mal unwillig knarzend, mal mädchenhaft unschuldig, verführerisch oder schmollend spielte sie mit ihrer wandelbaren Altstimme wie auf einer Klaviatur – jeder Ton eine neue Nuance, in der sich vielsagend Gefühle spiegeln.“
– MITTEBAYERISCHE ZEITUNG

Links:
China Moses – Offizielle Website
China Moses – Facebook
China Moses – YouTube

back