Veronica Fusaro

Alles was Ihr übrig blieb, waren Stift, Papier und  Gedanken. Gedanken gefüllt mit Melodien. Gedanken gefüllt mit Wörtern. Und das war alles was sie benötigte. So schwebte sie weiter durch weit entfernte Galaxien, wissend, dass das ihr zuhause ist.

2016 veröffentlichte Veronica Fusaro ihre selbst produzierte EP “Lost In Thought” und überraschte die Schweizer Musikindustrie mit dem Gewinn vom “Demo of the Year” am M4Music-Festival. Daraufhin wurde sie vom SRF3 als „Best Talent” ausgezeichnet und 2017 für den Swiss Music Award nominiert. Im folgenden Sommer präsentierte Veronica ihre Musik auf verschiedensten Festivals und trat bei internationalen Konferenzen wie an der Musexpo in Los Angeles und Reeperbahn Festival in Hamburg auf. Ihre zweite EP “ICE COLD” wurde am 9. Februar 2018 veröffentlicht. Mit der Single “Better If I Go” trat die junge Künstlerin an den Swiss Music Awards im Hallenstadion in Zürich auf, wurde zu den Olympischen Winterspielen in Pyeong Chang eingeladen und spielte kürzlich Showcases am The Great Escape Festival in Brighton, Music Matters Singapur und erneut am Reeperbahnfestival.

Zurzeit ist Veronica Fusaro auf Tournee – „Venom“ (Gift) heisst die neue Single, die der Wirkung von Gift und Boshaftigkeit auf packende Weise eine Klangidentität verleiht. Schwer schleppen sich die Beats, Bässe und Bläser durch das Stück. Sie bilden die düstere Grundierung für ein geheimnisvolles Klangbild, das die Sängerin und Songschreiberin aus Thun wie ein mächtiges Mahnmal in den Raum stellt. Alles ist dabei auf ein Minimum reduziert. Die jazzig-weichen Synthiesounds, die phasenweise wie warmes Blut durch den Song pulsieren. Die flüchtigen Frauenstimmen, die wie ein spöttischer Geisterchor mit Veronica Fusaros vielschichtigem Gesang kontrastieren. Die überraschenden musikalischen Verzierungen, die Spannung und Dynamik erzeugen. Diese Musik wächst nicht durchs Dazutun, sondern durchs Weglassen. So tritt zu Tage, was sie besonders macht: die spannungsvolle, leidenschaftliche Stimme von Veronica Fusaro. Sie schmeichelt, bittet, klagt, droht. Und das mit einer rhythmischen Präzision, die die Faszination der starken Schweizer Newcomerin für Hip-Hop und Dub-Beats erahnen lässt. Sie hat den Mut, sich sanft an den Sound anzulehnen, der in den USA Grössen wie The Weeknd oder Drake zu Superstars macht, ohne jedoch dabei ihre eigenen Roots zu verleugnen.

„Venom“ wirkt dennoch frisch und ungeschliffen. Es ist Musik, die den Zuhörer fesselt, ihn in ihren Bann zieht, zum Hören verführt und in sie versinken lässt. Verführerisch? Ja! Aber Achtung: Manchmal ist Verführung auch Gift – ein schönes, aber nicht ohne Risiko!

 

Links:
Veronica Fusaro – Offizielle Website
Veronica Fusaro – Facebook

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