SHALOSH

 “The music is so perfect that it’s almost enough to make you reflect on fate and destiny.” – ALL ABOUT JAZZ

“Die drei Musiker explodieren fast vor Spielfreude. Ihre extrovertierte Umsetzung des kompositorischen Materials überwältigt. Ihre melodischen Wechsel, ihr Variieren der Zeit (mehrmals innerhalb eines Stückes), ihr improvisatorischer Funkenflug lotet die Grenzen des Jazz gewaltig aus. Rockige Querverweise, östliche und afrikanische Ideen, ja selbst elektronische Erweiterungen paaren sich mit klassischer Virtuosität und energiegeladenem Jazz.” – 
JAZZ FIRST | JÖRG KONRAD

Piano, Bass, Schlagzeug. Drei Instrumente, drei Musiker in ihren Mitzwanzigern. Eine israelische Band, die für Nirvana, Brahms und The Bad Plus schwärmt. Verschiedene Stile verbinden sie mit furioser Leidenschaft: die Lautstärke des Rock und die Tanzbarkeit elektronischer Musik trifft auf die Sensibilität studierter Jazz-Musiker. Der Name der Band: SHALOSH, hebräisch für “Drei”.

Ihre Musik ist rudimentär, akustisch, progressiv – sie überschreitet stilistische Grenzen und wiedersetzt sich jeglicher Definition. Trotz des klassischen Jazz-Trio-Formats und der tiefen Verwurzelung der Bandmitglieder im Jazz und in der Improvisation, webt die Musik von SHALOSH eine ganz eigene Klangwelt. Eine Welt aus Rock, Klassik, Elektronik, untermalt mit afrikanischen und nahöstlichen Einflüssen. SHALOSH gibt der zeitgenössischen Jazzszene eine ungewöhnliche Note, indem sie von allen drei Mitgliedern, nicht nur von einem Einzelnen, geführt wird und somit eine gemeinsame künstlerische Entwicklung Ausdruck finden kann: Ein emotionaler aber gleichsam rauer Ort – die Reaktion und Assoziation der Drei auf den kalten, zerrissenen Großstadtdjungel von heute.

Die Geschichte hinter der Band beginnt in Jerusalem, wo die beiden Kindheitsfreunde Matan Assayag und Gadi Stern zusammen die Band ‘Enoma Elish’ gegründet haben, die ihren Höhepunkt beim Red Sea Jazz Festival 2008 erlangte. Nach Auflösung der Band setzten Assayag und Stern ihre musikalische Zusammenarbeit fort – zwischen Tel Aviv und New York, dem damalien Lebensumfeld der Musiker. Anfang 2014 beschlossen sie SHALOSH zu gründen und holten bald David Michaeli, einen der vielversprechendsten jungen Musiker Israels, dazu.

Seit der Veröffentlichung ihres Debütalbums ‘The Bell Garden’ im März 2014 hat SHALOSH die internationale Szene nachhaltig geprägt. Das Album erlangte große Aufmerksamkeit und wurde von der Presse länderübergreifend gelobt und als eines der vielversprechendsten Debütalben des Jahres gefeiert. Es wurde tausendfach auf verschiedenen Internetplattformen, im israelischen Radio, in Brasilien, England, Polen, Deutschland, Österreich und in den USA gespielt. Bereits mit ihrem Debüt tourte die Band durch England, Deutschland, Frankreich, Tschechien, Polen, Belgien, Österreich, die Schweiz, Italien, Lettland, Albanien, die Niederlande, Rumänien und die Türkei.

Im Januar 2017 veröffentlichten SHALOSH ihr zweites Album ‘Rules of Oppression’ über das renommierte französische Label Jazz Family und Contemplate Records, dem Berliner Label des Jazzmusikers Sebastian Studnitzky. ‘Rules of Oppression’ ist das beeindruckende Dokument einer jahrzehntelangen Vertrautheit, wie es nur möglich ist bei drei Jungs, die seit ihrem 16. Lebensjahr zusammen Songs schreiben. Stern beschreibt das mit einem Satz, den man am besten unübersetzt lässt: “Shalosh is not just a band, it’s an idea.”. Das Album vereint sensible kammermusikalische Passagen mit hymnischen Pop-Momenten und grandiosen Orchesterarrangements. Eine Jazzplatte, die eigentlich eine Rockplatte ist. Und umgekehrt.

‘Rules of Oppression’ wurde von Kritikern der führenden Jazz-Magazine Europas als eines der besten Alben des Jahres gekürt. Mit dem neuen weltweit veröffentlichten Release ging die Band abermals auf eine ausgedehnte Tournee, auf der sie auf zentralen Bühnen Japans, Koreas und Europas auftraten, darunter Clubs und Festivals wie das Ronnie Scotts, Moods Zürich, Unterfahrt München, BIX Stuttgart oder aber das Palatia Jazz Festival, das Enjoy Jazz Festival, das XJazz Festival Berlin, das Jazzfestival Freiburg, das Festival Jazz’n’Klezmer Paris, Jarasum Jazz Festival oder aber das Alfa Jazz Fest – um nur einige zu nennen.

Im Februar 2018 veröffentlichten die Drei ihre erste Live- Direct-To-2-Track Platte, aus und mit dem deutschen Studio und Label der ‘Bauer Studios’, einzig und allein erhältlich als Vinyl. Auch hier hat sich die Band als Ziel gesetzt Musik zu kreieren, die sowohl zugänglich als auch anspruchsvoll ist, immer in dem Bestreben die Distanz zu brechen, die geistige Musik möglicherweise erzeugen kann.

Kurz darauf, im Oktober 2018, startete nun die Produktion ihres neuen, dann dritten Studioalbums, für dessen Release das Trio erstmalig mit ACT zusammenarbeitet – offizieller Releasetermin von ‘Onwards and Upwards’ wird der 24. Mai 2019 sein. Und die nächste, große Tour beginnt…

„Jazz und doch nicht Jazz, Kammermusik wie orchestralen Schmelz – das alles bietet “The Bell Garden” beziehungsweise ein Verbund dreier Musiker, die rein akustisch beeindruckende Klangspektren abdecken und dabei nicht vergessen, worum es musikalisch immer geht: Gefühl und Auflösung allen bewussten Brechungen zum Trotz. So macht Postmoderne Spaß.“ – MUSIKREVIEWS.DE | ANDREAS SCHIFFMANN

LINE UP
Gadi Stern [piano, keys]
David Michaeli [double bass]
Matan Assayag [drums]

Links:
SHALOSH – Offizielle Website
SHALOSH – Facebook

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