Julia Hülsmann Oktett

Julia Hülsmann Oktett – Songs for double Trio and 3 voices

Die deutsche Jazzpianistin Julia Hülsmann versammelt die ECHO Jazz Gewinnerinnen Eva Kruse (b) + Eva Klesse (d) und Gerdur Gunnarsdottir (v) und Susanne Paul (vc) um sich und formt ein mit den drei Sängerinnen Live Maria Roggen, Aline Frazao und Jelena Kuljic besetztes Konzertprojekt von Extraklasse. Im Mai 2015 feierte das Oktett seine Premiere im Rahmen des Women in Jazz Festivals in der ausverkauften Oper in Halle.

Julia Hülsmanns Affinität zum Gesang und zur Sprache ist das Zentrum dieses Programms. Inspiriert durch ihre intensive Arbeit mit sehr unterschiedlichen Vokalisten kam sie auf die Idee 3 Sängerinnen aus unterschiedlichen Herkunftsländern aufeinander treffen zu lassen. In Anlehnung daran titelte bereits die Süddeutsche Zeitung: „Julia Hülsmann ist der Feingeist unter den deutschen Jazzpianisten. Sie entfesselt einen melodiebetonten Fluss, was eine Nähe zu Lyrik und Gesang vorzeichnet.“

Die verschieden Kulturkreise der drei Sängerinnen – Angola, Serbien und Norwegen – sind in diesem Programm deutlich hörbar: durch die portugiesischen Texte und den brasilianischen Groove bei Aline Frazao, durch den skandinavischen Folkeinfluss bei Live-Maria Roggen oder die rhythmische Intensität der osteuropäischen Musik bei Jelena Kuljic. Wenn dann diese drei wunderbaren Sängerinnen in gemeinsamen Songs aufeinandertreffen entsteht ein schillernder und faszinierender Sound. Alle drei haben etwas Eigenes beigesteuert, Songs oder neu geschrieben Texte, die Julia Hülsmann vertont hat. Außerdem sind Neuinterpretationen von Songs von Alanis Morissette, Ani DiFranco, Archive und Feist entstanden.

Aber auch die musikalische Begleitung ist spannend besetzt, einerseits als klassisches Pianotrio (Piano, Violine & Cello) und andererseits als klassisches Jazz-Trio (Piano, Bass & Schlagzeug). Die Mitteldeutsch Zeitung schreibt zu dieser Besetzung:“…auf dass die schönsten Querverbindungen entstehen. Hier Cello und Violine, dort Kontrabass und Schlagzeug….Das Konzept funktionierte, sprang druckvoll aufs Publikum über, auch und vor allem der exzellenten Band wegen….“(Ulrich Steinmetzger).

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