Hugh Coltman

„Die Mischung stimmt, die Stimme überzeugt, die Arrangements treffen die Seele der Songs – eine beeindruckende Revitalisierung der Musik des begnadeten Pianisten und Sängers Nat King Cole.“
– Jazz Podium

Das Projekt Shadows – Songs of Nat King Cole ist über viele Jahre in Hugh Coltman gereift. In seiner Jugend und zu Beginn seiner Karriere hatte er nur wenige Berührungspunkte mit Jazzmusik. Mit 20 spielte er in einer Bluesband, The Hoax, mit der auch regelmäßig auf Tournee ging; daneben entstanden zwei sehr poppige Soloalben, die bei Mercury erschienen sind (Stories from the Safe House, 2008; Zero Killed, 2012). Durch sie wurde der britische Sänger, der seit vielen Jahren in Paris lebt, einem größeren Publikum bekannt, das begeistert war von dieser sanften, feinfühligen Mischung aus Folk und Pop und seiner unverwechselbaren, kraftvoll-rauen Stimme.

Das Thema Nat King Cole drängte sich Hugh Coltman regelrecht auf: Während er die Titel für sein Album zusammenstellte, las er eine Biografie von Cole und fragte sich, wieder Alltag eines schwarzen Musikers im Amerika der 1940er Jahre ausgesehen haben mochte, in der Hochphase der Rassentrennung, als die meisten schwarzen Musiker die Konzertsäle durch den Dienstboteneingang betraten. Ein Alltag, der so ganz anders gewesen sein dürfte, als das Bild, das die Nachwelt von diesem einmaligen Sänger hat: Der erste afro-amerikanische Musiker, der im Fernsehen auftrat, stets ein Lächeln im Gesicht, und dessen Name dank Millionen verkaufter Singles einen festen Platz in der Hall of Fame des Jazz hat.

Im Zuge seiner Recherche begriff Hugh, dass sich einige Lieder von Cole auch ganz anders lesen lassen: Ist der Cole-Klassiker Smile nicht viel eher ein Ausdruck von Verzweiflung und Resignation als von Hoffnung? Und klingen die ersten Zeilen von Pretend nicht beinahe wie ein Geständnis: »Tu so, als wärest du fröhlich, auch wenn du traurig bist. / Es ist gar nicht so schwer.«

Diese »Schatten« wollte Hugh deutlich machen, auch wenn sie nur selten (wenn überhaupt) Spuren in der Musik von Nat King Cole hinterlassen haben. Die Stücke, die er für Shadows ausgewählt hat, bekommen durch die Art und Weise, wie sie produziert und von Hugh mit seiner am Blues geschulten Stimme gesungen wurden, eine gewisse Spannung und verbreiten mitunter fast schon ein wenig Unbehagen. Berühmte Cole-Songs wie Nature Boy – in einem raffiniert-sparsamen Arrangement voller Melancholie –, Are you disenchanted oder das unübertroffene Mona Lisa, dessen Sehnsucht hier kaum zu ertragen ist, kombiniert Hugh mit weniger bekannten Titeln wie Annabelle oder I Never Had a Chance. Hugh Coltman nähert sich diesen Songs mit allem, was er im Pop und Blues gelernt hat, und präsentiert sich als reifer Sänger, einfühlsam und emotional, dessen Interpretation genau den richtigen Ton und damit direkt ins Herz trifft.

„Coltman nähert sich diesen Songs mit allem, was er im Pop und Blues gelernt hat und präsentiert sich als reifer Sänger, einfühlsam und emotional, dessen Interpretation mitten ins Herz trifft.“
– Der Sonntag

Links:
Hugh Coltman – Offizielle Website
Hugh Coltman – Facebook

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