Céline Rudolph

“Céline Rudolph gab mit ihrem Begleiter Rüdiger Caruso Krause an der akustischen Gitarre einen Vorgeschmack auf ihr neues Album, das um das Oeuvre des französischen Chansonniers und Rockstars Henri Salvador kreist. Der Auftritt war ein Meisterstück des Understatements. Rudolph hat die Chansons so ins Deutsche übertragen, dass der Geist der Lieder auch den erreicht, der die Originale nicht kennt. Und die Wörter rollen ihr aus dem Mund wie gesungene Küsse. Die Lieder erzählen von frivolen Sehnsüchten, vom Reisen und von einem Zuhause, das überall ist und nirgends. Beim Chanson über die Eifersucht, die ungebeten ins Haus der Liebe kommt und so viele andere ungebetene Gäste mitbringt, den Zweifel, den Verrat, die Bitterkeit, stockte vielen im Salon der Atem. So lebensklug und wahr kann ein kleines Lied sein, wenn man es so anstrengungslos singt wie Céline Rudolph. Wie ihr Idol Salvador hat auch sie eine tiefe Beziehung zu Brasilien. Mühelos durchwandert sie Sprachräume, Klangräume, Atmosphären. Ein großer kleiner Abend.”
– HAMBURGER ABENDBLATT

Céline Rudolph wird immer wieder auf einen bestimmten Stil festgelegt, um dann mit einer vermeintlichen Kehrtwende zu überraschen: So überzeugt die Sängerin und Komponistin in experimentellem Jazz ebenso wie in brasilianischer Musik, afrikanisch geprägter world music oder eindringlich interpretierten Chansons. All dies mit der Authentizität einer Künstlerin, die all diese Musik durchlebt, aufgesogen und zu ihrem eigenen Stil gemacht hat. Nach dem Echo Jazz für die brasilianische Produktion „Metamorflores“ (2010) überrascht Céline mit Alben in deutscher und französischer Sprache („Salvador“) und 2017 mit dem filigranen Duoalbum „Obsession“ mit dem afrikanischen Jazzgitarristen Lionel Loueke, für das sie eben erst erneut als beste Sängerin mit dem Echo Jazz 2018 ausgezeichnet wurde und für den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik nominiert wurde.

Nach Brooklyn hat es die Perlenfischerin aus Berlin für ihr neues Projekt gezogen. „Pearls“ ist das Resultat einer intensiven Zeit mit dem Drummer und Produzenten Jamire Williams. Auf dessen musikalischem Lebenslauf finden sich etwa Herbie Hancock, Solange Knowles, John Mayer oder Robert Glasper und in deren Schnittmenge groovt der modern-urbane Singer-Songwriter Jazz von Céline Rudolph hier.

Der Sound ist geprägt von perlenden Wurlitzerklängen und dem warmen Fender Rhodes, vom aufbrausenden, energetischen Schlagzeug und erdigen Basslinien, von der akustischen Gitarre, die Céline schon seit ihrer Kindheit begleitet und ihrer poetisch-warmen Stimme, die Farben, Düfte und Geschmäcker freisetzt.

Elegant und direkt, ehrlich und eigen, dynamisch und druckvoll – ein idealer Soundtrack unserer Zeit.

“Eine Stimme zum Niederknien. Die Wörter rollen ihr aus dem Mund wie gesungene Küsse.”
– HAMBURGER ABENDBLATT

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Céline Rudolph – Facebook

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