Blick Bassy

„Charming and wildly electic songs. A charming, intriguing set.“
THE GUARDIAN ***

„The most original live performance of 2015 goes to Cameroonian magician Blick Bassy at the Africa Utopia Festival in London.“
– BBC (part of Top 10 albums of 2015)

Fans der Weltmusik im Allgemeinen und Freunde westafrikanischer Musik im Speziellen kennen BLICK BASSY sicherlich bereits seit seiner Zeit mit der Jazzfusion-Gruppe Macase. 2005 zog Bassy nach Paris und startete dort seine Solokarriere, sein Debütalbum ‚Léman’ (2009), der Nachfolger ‚Hongo Calling’ (2011) sowie sein drittes Album ‚Akö’ (2015) machten ihn weltweit bekannt – nicht zuletzt da der auf ‚Akö’ erschienene Song „Kiki“ die Einführung des iPhone 6 offiziell begleitete.

In einer poetischen Mischung aus traditioneller Musik seiner Heimat Kamerun und dem Mississippi-Blues erzählt Bassy in seiner Muttersprache Bassa Geschichten über die Landflucht in seiner Heimat, von der Suche nach der eigenen afrikanischen Geschichte, von seiner Kindheit und von der Liebe. Die außergewöhnliche Instrumentierung Blick Bassys umfasst das Spiel seiner empfindsamen Stimme, von Gitarren, Cello, Posaune, Keyboard sowie Trompete und verknüpft damit die verschiedensten Musiktraditionen: Ein groovender bis kontemplativer Sound, der für ein modernes akustisches Afrika steht.

Sein neues Album ‚1958’, das am 08.03.2019 bei tôt ou tard / No Format im Vertrieb von Indigo veröffentlicht wird, hat einen politischen, ernsten Hintergrund: Im Jahr 1958 wurde der Unabhängigkeitskämpfer Ruben Um Nyobé von französischen Kolonialtruppen in Kamerun erschossen – sein Name durfte bis vor kurzem in der Öffentlichkeit in Kamerun nicht genannt werden, sonst drohte eine Anklage samt Gefängnisstrafe. An ihn will das neue Album erinnern: Blick Bassy zieht dabei einen Bogen zur Jetztzeit, indem verschiedene Stücke über das Kamerun von heute erzählen.

Auch mit dem offiziellen Ende der deutschen Kolonialzeit in Kamerun durch den Versailler Vertrag im Jahr 1919 setzt sich Bassy auseinander: “Germany has also its share of responsability in the destruction of the identity and cultural structure of Cameroon. The fact that Cameroon is now an English and French speaking country has often eclipsed Germany’s presence, one of the first colonizers of Kamerun, and the hard times that the Kamerun people went through before WW1.”

Dennoch ist 1958’ kein Aufruf zur Reue, Trauer oder zum Hass. Es ist ein Aufruf zum Handeln. Blick Bassy glaubt, dass Afrika, wie alle anderen Kontinente auch, für seine Interessen kämpfen muss: „The emancipation of Africa interests no one else. People fight for their own interests, and they’re right to do so. It’s up to us Africans to defend our interests from now own“. Weiter sagt er: „As long as we don’t make the immense effort needed to anchor ourselves to our traditions, our history, it’ll be very difficult to produce a generation able to achieve its own emancipation…For me, it was obvious that I had to delve back into our history, because when you’re lost you have to look at the string you’re attached to. What’s it tied to? Where does it come from? What’s its story?”.

Das alles in einem Album mit dem zarten, aber subversiven Gefühl eines Bon Iver, dem eindringlichen Falsett eines Skip James und der Phantasie eines Moses Sumney. Es streichelt den Hörer geradezu in eine Umarmung hinein statt ihn mit Beats und bitterer Enttäuschung über den Zustand des modernen Kamerun zu erschlagen. Seine Zurück-in-die-Zukunft-Mischung aus Stimmen und Gitarren (Bassy), Cello (Clément Petit), Trompete und Keyboards (Alexis Merrill) und Posaune (Yohann Blanc) sind perfekt von Produzent Renaud Letang (Manu Chao, Feist, Saul Williams, Lianne La Havas, Charlotte Gainsbourg) in Szene gesetzt.

„Charming and wildly eclectic songs. A charming, intriguing set.“
– SONGLINES

„A unique album by a singular artist who defies categorization.“
– SONGLINES

Links:
Blick Bassy – Offizielle Website
Blick Bassy – Facebook

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