Alexander Stewart

 

Glanz für ein altes Genre? Der Swing Crooner Alexander Stewart schafft dies mit seinem neuen Album I thought about you. Der achtundzwanzigjährige Jazz Sänger transportiert nebst fabelhaftem Swing Feeling, sehr gutem Timing und reichen, klanglichen Stimmfarben eine Menge an Pop Appeal. Dass all dies zu voller Blüte gelangt, verdankt er dem vollen Sound einer Big Band. Durchweg dominieren zeitlose Songs, opulente Klangfülle und überbordende Emotionen.

Begonnen hatte einst alles sehr überschaubar. Nach Veröffentlichung seines gefeierten Debütalbums ‘All Or Nothing At All’ im Jahr 2011 startete der Sänger seine internationale Tournee-Karriere. 2012 war er mit Dionne Warwick auf England Tournee und spielte fortan auf zahllosen europäischen Festivals. So konnte er sich auch in Deutschland durch Auftritte beim Rheingau Musik Festival, Stimmen Festival Lörrach und Movimentos Wolfsburg eine erste Fangemeinde aufbauen. Resultat dessen war die Einladung durch die HR Big-Band. Dann im letzten Jahr auch noch ein Auftritt mit der Count Basie Big Band auf zwei Konzerten in Macau, China.

Stewart hat nebst dem Jazz auch immer mit dem Pop geliebäugelt, da spielt gewiss seine Herkunft aus Manchester eine nicht unwesentliche Rolle. Bereits sein erstes Album, mit welchem er als ’einer der talentiertesten jungen Vokalisten seiner Generation’ gefeiert wurde, hatte schon Klassiker aus der Feder von Debbie Harry, Paul Simon oder auch Morrissey miteinander vereint. Diesen Faden zwischen Standards und Pop nimmt er nun erneut auf, diesmal jedoch mit cineastischem Anspruch.

Das neue Album lebt von feiner Songauswahl, diese reicht von Jackie Wilson’s The Sweetest Feeling, Dusty Springfield’s The Look Of Love bis hin zur Up-Tempo Interpretation von Etta James’ I Just Want To Make Love to you oder dem Stevie Wonder Opener des Albums Part Time Lover in Form eines sinfonischen Mambos. Hinzu kommt die komplett neue Interpretation des Klassikers I Thought About You. Stewart bringt sich zudem auch mit 4 Eigenkompositionen ein, darunter Speed of Darkness mit seinem langjährigen Weggefährten und Co-Autor Alex Webb.

Über all den Songs, die teils schon fast 80 Jahre alt sind, liegt eine erstaunlich jugendliche Frische. Seine Stimme besitzt eine schwebende, fast lebensbejahende Unbekümmertheit bei gleichzeitiger Reife. Hier die Lässigkeit des Swing, dort die fordernde Dramatik des Pop. An dieser Schnittstelle zwischen den Genres zeigen sich die großen Crooner Qualitäten von Alexander Stewart. Der Sänger agiert im Dienste der Songs. Der Respekt ist spürbar und doch besitzt er einen instinktiven und ungemein natürlichen Zugang zu den Originalen.

Musikalisch bleibt er seinen Mitmusikern aus alten Tagen treu: Rob Barron (Piano), Rob Anstey (Bass), Andy Chapman (Schlagzeug) und Freddie Gavita (Trompete).

Die beeindruckende Big Band wurde von Steve Price in den Angel Studios aufgenommen und gleicht einem Who is Who britischer Jazz Cats: Alastair White, Andy Panayi und Callum Au, um nur einige zu nennen. Damit nicht genug bietet das Album auch eine aufwendige Begleitung der Prager Philharmoniker auf 7 der 12 Albumtitel.

Das Album wurde von Rob Barron, Freddie Gavita und Alexander Stewart arrangiert. Die Aufnahmen fanden in London und Prag statt. Gemischt wurde das Album von Darren Williams und gemastert von Geoff Pesche in den legendären Londoner Abbey Road Studios.

Links:

Alexander Stewart – Offizielle Webseite
Alexander Stewart – Facebook
Alexander Stewart – Youtube

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